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Wenn Sie den strassenfeger verkaufen möchten, ist der erste Schritt, zu uns in die Storkower Str. 139D zu kommen. Dort erhalten Sie zu den Öffnungszeiten des „Kaffee Bankrott“ die Verkäufer-Selbstverpflichtung ausgehändigt. Sie liegt in verschiedenen Sprachen vor, die Sie unter Selbstverpflichtung auch online einsehen können.

Der zweite Schritt ist die Ausstellung des Verkäuferausweises. Die Öffnungszeiten für die Ausstellung hängt am Schwarzen Brett im „Kaffee Bankrott“ befindet. Bitte seien Sie so freundlich und halten Sie diese Zeiten unbedingt ein – anderenfalls werden Sie keinen Ausweis erhalten können.

Auf dem Ausweis gibt es ein Foto und eine Verkäufer-Nummer. Sie können sich so als Verkäufer des strassenfeger ausweisen. Wenn es einmal Ärger gibt, haben wir eventuell die Möglichkeit Ihnen zu helfen bzw. die Situation zu klären.

Der dritte Schritt: Sie holen sich in einer der Vertriebsstellen Bahnhof Zoo, Ostbahnhof oder im „Kaffee Bankrott“ so viele Zeitungen, wie Sie möchten, zu 60 Cent das Stück und verkaufen diese in Berlin und im Bundesland Brandenburg für 1,50 Euro.

Der Verkauf des strassenfeger bietet die Möglichkeit zur selbstbestimmten Arbeit. Sie können daher selbst entscheiden, wo und wann Sie die Straßenzeitung anbieten. Allerdings gibt es für den Verkauf einige Regeln. Hier sind die wichtigsten zusammengefasst, die vollständigen finden Sie in der Selbstverpflichtung, deren Kenntnis und Einhaltung Sie dem Verein bestätigen:

· Kein Verkauf in berauschtem Zustand

· Gewaltanwendung und Bedrohung anderer führen automatisch zum Ausschluss vom Verkäufer-Status

Eine Straßenzeitung zu verkaufen ist nicht immer leicht. Man muss Menschen überzeugen, die vielleicht auf dem Weg nach Hause gerade ihre Ruhe wollen, sich zwei Stunden zuvor mit dem Partner gestritten haben, denen schon drei andere Verkäufer begegnet sind.

Unsere langjährigen Verkäufer haben alle ihre eigenen Strategien und sind damit erfolgreich. Gemeinsam ist ihnen aber meistens, dass sie den strassenfeger als soziale Straßenzeitung und nicht als Obdachlosenzeitung anbieten, dass sie die Nase zumindest in das Inhaltsverzeichnis gesteckt haben und daher die Zeitung besser anpreisen können. Auf den Bonus zu hoffen, man sei ein „Opfer widriger Umstände“, ist in einer Stadt wie Berlin, in der viel Armut herrscht, nicht immer die beste Variante.

Mit Hochachtung vor Ihrer Leistung wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Verkauf!